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Market Reports

IPv4-Markt Juli 2026: $20,62/IP, 380K gehandelt

1. August 2026
Mustafa Enes Akdeniz
IPv4-Markt Juli 2026: $20,62/IP, 380K gehandelt

17 Min. Lesezeit

Dieser Bericht analysiert den IPv4-Transfermarkt für Juli 2026 auf Basis abgeschlossener IPv4Center-Markttransaktionen und offizieller RIR-Transferdaten.

Zusammenfassung

Der IPv4-Markt hat im Juli 2026 insgesamt 96 Transaktionen über 380.160 Adressen zu einem Gesamtwert von $5,37 Mio. verzeichnet. Der Durchschnittspreis lag bei $20,62 pro IP — ein Rückgang von 4 % gegenüber Juni 2026 und 25,7 % unter dem Niveau von Juli 2025. Der Medianpreis fiel mit $19,38 nochmals deutlich unter den Durchschnitt, was auf eine Häufung größerer Blöcke im unteren Preissegment hindeutet. Die Transaktionszahl blieb mit minus einer Transaktion gegenüber dem Vormonat praktisch stabil. Der Abwärtstrend setzt sich damit in den siebten Monat des Jahres fort, ohne Anzeichen einer Trendumkehr.

Marktüberblick

Transaktionen96
Gehandelte IP-Adressen380.160
Geschätzter Marktwert$5.369.142
Durchschnittspreis / IP$20,62
Medianpreis / IP$19,38
RIR-Transfers294

Jahresvergleich

KennzahlDieser ZeitraumVorjahr (July 2025)Veränderung
Transaktionen9697-1,0%
Gehandelte IP-Adressen380.160272.384+39,6%
Geschätzter Marktwert$5.369.142$5.768.137-6,9%
Durchschnittspreis / IP$20,62$27,74-25,7%
RIR-Transfers294805-63,5%

Preisdynamik

Die Preisspanne reichte im Juli von $10 bis $35 pro IP — eine Bandbreite von $25, die stärker gespreizt ist als in den meisten Vormonaten. Der Tiefstpreis von $10 stammt aus dem ARIN-Raum und dürfte einen größeren Block mit eingeschränkter Reputation oder ohne sofortige Transferfähigkeit betreffen. Am oberen Ende stehen $35 bei RIPE, vermutlich ein sauberer /24-Block in einer gefragten europäischen Jurisdiktion. Die Regressionslinie zeigt klar nach unten: Der Durchschnitt ist gegenüber Juni 2026 um 4 % gefallen, und der Jahresvergleich mit minus 25,7 % unterstreicht die strukturelle Preiskorrektur. Die durchschnittliche Transaktionsgröße sank von $74.033 im Juni auf $55.929 — ein Rückgang um 24 %, der auf kleinere Blockgrößen und vorsichtigere Käufer hindeutet.
Preise nach RIR — Juli 2026

Preise nach RIR

RIPE und ARIN teilen sich den Markt im Juli fast hälftig, wobei RIPE mit 50 % des Transaktionsvolumens knapp vorne liegt. Die Preisstruktur zwischen den beiden Registrierungen zeigt eine bemerkenswerte Annäherung — ARIN liegt mit $21,46 im Schnitt nur noch $1,75 über RIPE ($19,71). Der Median erzählt eine andere Geschichte: ARIN-Blöcke handeln bei $23, RIPE bei $18, was auf eine breitere Streuung im ARIN-Raum schließen lässt.

RIPE NCC: $19,71 pro IP über 48 Transaktionen (50 % des Volumens). Median $18, Spanne $13,50–$35. 112 offizielle Transfers registriert.
ARIN: $21,46 pro IP über 47 Transaktionen (49,6 % des Volumens). Median $23, Spanne $10–$30. 182 offizielle Transfers registriert.
APNIC: $25 pro IP bei lediglich einer Transaktion über 256 Adressen. Der APNIC-Aufschlag bleibt bestehen, die Datenbasis ist aber zu dünn für belastbare Schlüsse.
LACNIC / AFRINIC: Keine Transaktionen im Berichtszeitraum.
RIRTransaktionenØ $/IPMedian $/IPGehandelte IPsRIR-TransfersNächster Monat (Prog.)Jahresende (Prog.)
RIPE48$19,71$18,00191.232112$19,00$18,00
ARIN47$21,46$23,00188.672182$21,00$20,00
APNIC1$25,00$25,002560$23,00$22,00

Transaktionsvolumen

Transaktionsvolumen — Juli 2026
RIR distribution — Juli 2026

Angebot & Blockgrößen

Der /24-Block dominierte mit 31 Transaktionen erneut das Handelsgeschehen und macht damit rund ein Drittel aller Abschlüsse aus. Käufer bevorzugen diese Blockgröße wegen der sofortigen Routbarkeit und der niedrigen Gesamtinvestition — bei $20,62 pro IP kostet ein /24 rund $5.279. Größere Blöcke im Bereich /20 bis /16 finden sich seltener im Angebot, erzielen aber regelmäßig günstigere Stückpreise.
Verteilung der Blockgrößen — Juli 2026

Geografische Aktivität

Die USA führen die Länderstatistik mit 36 Transaktionen an, gefolgt von Großbritannien (21) und Kanada (9). Irland, Italien und Spanien folgen mit jeweils 3–4 Abschlüssen. Die starke angelsächsische Dominanz spiegelt die Konzentration von Rechenzentren und Cloud-Infrastruktur in diesen Märkten wider — zusammen entfallen auf US, GB und CA knapp 69 % aller Transaktionen.

Registry-Transferaktivität

Im Juli 2026 wurden insgesamt 294 offizielle RIR-Transfers registriert. ARIN führt mit 182 Transfers deutlich vor RIPE (112). Die Diskrepanz zwischen 96 bepreisten Transaktionen und 294 registrierten Transfers erklärt sich durch konzerninterne Umschichtungen, Fusionen und nicht marktförmige Übertragungen.

Langfristige Transfertrends

Über den gesamten Beobachtungszeitraum von 43 Monaten wurden 34.410 Transfers erfasst. Der bisherige Höchststand fiel auf Dezember 2024 — ein Monat, in dem regulatorische Fristen und steuerliche Optimierungen traditionell für erhöhte Aktivität sorgen. RIPE dominiert die historische Statistik mit 59,7 % aller Transfers, ARIN liegt bei 40,3 %.
RIRRIR-Transfers
RIPE20.527
ARIN13.883
RIR-Transfers34.410
Langfristige Transfertrends — Juli 2026

Ausblick & Prognose

Jede Blockgrößenklasse und jeden RIR separat mit unserem KI-Modell prognostizierend:

Der durchschnittliche Preis pro IP wird bis Dezember 2026 voraussichtlich $19,02 erreichen, mit einer Schätzung von $19,56 pro IP für den nächsten Monat.

  • RIPE: voraussichtlich $19,00 pro IP im nächsten Monat, mit Tendenz zu $18,00 bis Dezember 2026.
  • ARIN: voraussichtlich $21,00 pro IP im nächsten Monat, mit Tendenz zu $20,00 bis Dezember 2026.
  • APNIC: voraussichtlich $23,00 pro IP im nächsten Monat, mit Tendenz zu $22,00 bis Dezember 2026.
  • LACNIC: voraussichtlich $25,00 pro IP im nächsten Monat, mit Tendenz zu $24,00 bis Dezember 2026.
  • AFRINIC: unzureichende Daten für eine verlässliche Prognose.
Das Prognosemodell erwartet für August 2026 einen Durchschnittspreis von $19,56 pro IP und zum Jahresende $19,02. Das entspricht einem weiteren Rückgang von rund 8 % gegenüber dem aktuellen Niveau. Die Prognosezuverlässigkeit stufen wir als hoch ein — der Abwärtstrend ist zu konsistent, um kurzfristig zu brechen.
Preisprognose — Juli 2026

Prognose nach Blockgröße

BlockAktuell $/IPNächster MonatJahresendeKonfidenz
/24$25,75$25,50 (-1,0%)$25,00 (-2,9%)mittel
/23$20,00$19,75 (-1,3%)$19,00 (-5,0%)mittel
/22$17,65$17,50 (-0,8%)$17,00 (-3,7%)mittel
/21$17,00$16,75 (-1,5%)$16,00 (-5,9%)mittel
/20$15,00$15,00 (0,0%)$14,50 (-3,3%)mittel
/19$14,00$14,00 (0,0%)$13,75 (-1,8%)mittel
/18-/16$12,50$12,50 (0,0%)$12,00 (-4,0%)niedrig
/15-up$10,00$10,00 (0,0%)$9,50 (-5,0%)niedrig

Redaktion: Kaufen oder Mieten?

Die Amortisationsrechnung liefert im Juli 2026 ein eindeutiges Signal: Bei einem Kaufpreis von $20,62 pro IP und monatlichen Leasingkosten von $31,25 pro IP amortisiert sich der Kauf bereits nach 0,7 Monaten — also nach rund drei Wochen. Die rechnerische Jahresrendite von 1.818 % ist natürlich ein theoretischer Wert, der unterstellt, dass man die gekauften Adressen sofort verleast. Aber selbst bei konservativer Betrachtung ist die Botschaft klar: Wer IPv4-Adressen für den eigenen Betrieb benötigt, sollte kaufen statt leasen. Bei einem /24-Block beträgt der Kaufpreis $5.279, die monatliche Miete $8.000. Wer drei Wochen lang least und dann kauft, hat bereits mehr ausgegeben als beim sofortigen Kauf. Die Preise fallen weiter, aber die Leasingraten reagieren mit Verzögerung — dieses Fenster ist für Käufer günstig.
/24 Kaufpreis$5.279
/24 Mietpreis$8.000 / Mon.
Amortisationsdauer0,7 Mon. (0,1 J.)
Brutto-Jahresrendite1.818,6%
Redaktion: Kaufen oder Mieten? — Juli 2026

Was das für Sie bedeutet

Käufer: Die Preise sind auf dem niedrigsten Stand seit über zwei Jahren. Der Jahresvergleich zeigt minus 25,7 %. Wer Bedarf hat, findet aktuell gute Einstiegspunkte, insbesondere im RIPE-Raum mit einem Median von $18. Allerdings sinken die Preise weiter — wer nicht dringend braucht, kann noch warten, muss aber den Zeitpunkt gegen die Verfügbarkeit sauberer Blöcke abwägen.

Verkäufer: Der Markt bewegt sich gegen Sie. Jeder Monat Verzögerung kostet statistisch 3–4 % des Blockwerts. Wer größere Bestände hält und keine operative Verwendung hat, sollte zeitnah strukturierte Verkäufe prüfen.

Leasingnehmer: Die aktuelle Leasingrate von $31,25 pro IP monatlich steht in keinem vernünftigen Verhältnis zum Kaufpreis. Ein Kauf amortisiert sich in unter einem Monat. Sofern die Nutzungsdauer mehr als vier Wochen beträgt, ist Leasing ökonomisch nicht zu rechtfertigen.

Blockhalter mit Leasingeinnahmen: Die Rendite auf gehaltene Blöcke ist außergewöhnlich hoch, solange die Leasingraten nicht nachziehen. Halten Sie Ihre Bestände und passen Sie Mietverträge nicht nach unten an, solange der Markt es hergibt.

IPv4-Preise nach Blockgröße

Ein /24-Block (256 IPs) handelt derzeit bei rund $5.279 zum Durchschnittspreis. Kleinere Blöcke tragen regelmäßig einen Aufschlag von 20–40 % auf den Stückpreis, weil die Nachfrage nach sofort routbaren Einheiten hoch bleibt. Am anderen Ende der Skala werden /16-Blöcke (65.536 IPs) zu Stückpreisen gehandelt, die 15–25 % unter dem Marktdurchschnitt liegen — die schiere Transaktionsgröße von über $1 Mio. schränkt den Käuferkreis aber erheblich ein.
BlockIPsKauf: /IPKauf: GesamtLeasing: /IP/Mo.Leasing: Monatlich
/24256$35–45$8,960–11,520$0.38–0.50$97–128
/221,024$28–38$28,672–38,912$0.33–0.45$338–461
/204,096$22–32$90,112–131,072$0.30–0.40$1,229–1,638
/1816,384$20–30$327,680–491,520$0.30–0.38$4,915–6,226
/1665,536$18–28$1,179,648–1,835,008$0.30–0.35$19,661–22,938

IPv4-Preisgeschichte: 2011–2026

Seit der IANA-Erschöpfung 2011 hat der IPv4-Markt mehrere Zyklen durchlaufen. Die Preise stiegen von unter $5 pro IP auf einen Höchststand von über $50 in Teilsegmenten Mitte 2023. Die Einführung der AWS-Gebühr von $0,005 pro öffentliche IPv4-Adresse pro Stunde (annualisiert etwa $43,80) im Februar 2024 markierte einen Wendepunkt: Unternehmen begannen, ihre Bestände zu optimieren und überschüssige Adressen zurückzugeben oder zu verkaufen. Der aktuelle Preis von $20,62 liegt damit deutlich unter den Höchstständen, aber noch immer beim Vierfachen der Niveaus von 2018.
Jahr~Preis/IPEreignis
2011$7–12IANA-Freibestand erschöpft; Microsoft/Nortel-Deal ($11,25/IP)
2012$8–12RIPE NCC erreicht letzten /8-Block; nur noch /22-Zuteilungen
2014$10–15LACNIC-Freibestand erschöpft
2015$8–15ARIN-Freibestand erschöpft
2017–18$12–18Leasingmarkt wächst; Cloud-Nachfrage steigt
2019$18–24RIPE NCC erschöpft verbliebenen Freibestand
2021–22$50–60+Post-Pandemie-Höchststand; Hyperscaler-Ausbau
2024$35–52AWS-IPv4-Gebühr ($0,005/IP/Std.); Großblock-Korrektur
2025–26$18–45Marktspaltung; /16-Blöcke erstmals seit 2019 unter $20

Marktstruktur: Wer kauft und wer verkauft

Auf der Käuferseite dominieren Cloud-Anbieter, mittelgroße Internet-Provider und Rechenzentren, die für neue Standorte Adressen benötigen. Die Verkäufer sind zunehmend Unternehmen, die nach der AWS-Gebühreneinführung ihre Bestände bereinigt haben, sowie Legacy-Halter und Firmen in Restrukturierung. Der Markt professionalisiert sich weiter — der Anteil strukturierter Transaktionen über Makler und Treuhandplattformen steigt.

IPv4 im Vergleich zu anderen Anlageklassen

Die rechnerische Leasingrendite von 1.818 % auf gekaufte IPv4-Adressen ist ein Extremwert, der die aktuelle Diskrepanz zwischen Kauf- und Mietmarkt widerspiegelt. Selbst bei konservativer Annahme einer Auslastung von 50 % und sinkenden Leasingraten bleibt die Rendite weit über jeder klassischen Anlageklasse — Wohnimmobilien in deutschen Großstädten bringen 3–4 % brutto, zehnjährige Bundesanleihen liegen unter 3 %. IPv4-Adressen sind allerdings ein illiquider Vermögenswert mit Abwärtsrisiko durch IPv6-Adoption, was den Renditevergleich relativiert.
AnlageklasseTypische RenditeLiquiditätHauptrisiko
IPv41.818,6%MittelIPv6-Einführung, Blockqualität
Gewerbeimmobilien5–8%NiedrigLeerstand, Zinszyklus
Investment-Grade-Anleihen4–5%HochDuration, Kreditrisiko
S&P 500~1,3%HochMarktvolatilität
Money Market / T-Bills~4–5%HochZinszyklusänderungen

IPv6 und warum IPv4 unverzichtbar bleibt

IPv6 ist technisch ausgereift und bei großen Netzbetreibern im Einsatz. Die Migration des gesamten Internets dauert jedoch Jahrzehnte, nicht Jahre — zu viele Legacy-Systeme, Firewalls, IoT-Geräte und Unternehmensanwendungen setzen IPv4 voraus. Der Markt preist eine Koexistenz von mindestens 10–15 weiteren Jahren ein, was den aktuellen Preis von $20,62 stützt, aber den langfristigen Abwärtspfad erklärt.

KI- und Cloud-Infrastrukturnachfrage

Der Aufbau von KI-Trainings- und Inferenz-Infrastruktur erzeugt steigenden Bedarf an öffentlichen IPv4-Adressen. Jeder neue GPU-Cluster braucht Management-IPs, API-Endpunkte und Monitoring-Schnittstellen. Ob dieser Nachfrageimpuls den allgemeinen Preisrückgang bremsen kann, ist offen — bislang dominiert das steigende Angebot den Markt.

Was den Wert eines IPv4-Blocks bestimmt

Saubere Reputation (keine Einträge auf Sperrlisten), hohes Allokationsalter und einfache Transferierbarkeit bestimmen den Preisaufschlag eines Blocks. RIPE-Blöcke mit Haltefrist-Erfüllung (24 Monate) handeln mit Prämie gegenüber frisch zugewiesenen Blöcken. Die Spanne von $10 bis $35 im Juli zeigt, wie stark diese Faktoren den Preis beeinflussen — ein Faktor 3,5 zwischen dem günstigsten und dem teuersten Block.

Verkaufen oder Vermieten: Entscheidungsrahmen

Bei einem Kaufmarkt-Durchschnitt von $20,62 und monatlichen Leasingraten von $31,25 pro IP ist die Verleasing für Halter aktuell deutlich profitabler als der Verkauf. Wer allerdings an weiter fallende Preise glaubt — und die Daten sprechen dafür —, sollte den Verkauf zumindest eines Teils seiner Bestände in Betracht ziehen, bevor der Markt unter $19 rutscht.
/24 Kaufpreis$5.279
/24 Mietpreis$8.000 / Mon.
Amortisationsdauer0,7 Mon. (0,1 J.)
Brutto-Jahresrendite1.818,6%

RIPE NCC 24-Monats-Transferbeschränkung

Die 24-monatige Haltefrist der RIPE NCC verknappt das kurzfristige Angebot und stützt die Preise im europäischen Markt. Blöcke, die seit weniger als zwei Jahren beim aktuellen Halter liegen, können nicht transferiert werden. Dieser Mechanismus erklärt teilweise, warum RIPE-Blöcke trotz des höheren Transaktionsvolumens nicht stärker im Preis fallen als ARIN-Blöcke.

Transaktionsgrößenverteilung

74 von 96 Transaktionen (77 %) lagen unter $50.000 Volumen — der Markt wird von Kleinkäufern dominiert. Drei Transaktionen über $1 Mio. machten mit $4,05 Mio. jedoch 75 % des Gesamtwerts aus. Die durchschnittliche Transaktionsgröße sank um 24 % gegenüber Juni 2026 auf $55.929 und liegt damit leicht unter dem Jahresvergleichswert von $59.465.

Top-Handelsländer

Die USA bleiben mit 36 Transaktionen der mit Abstand aktivste Markt, getrieben durch Rechenzentrumsausbau und die hohe Dichte an Netzwerkbetreibern. Großbritannien folgt mit 21 Transaktionen — ein Wert, der im europäischen Vergleich heraussticht und die Rolle Londons als Knotenpunkt für Internet-Infrastruktur unterstreicht. Deutschland taucht mit nur einer Transaktion in der Statistik auf, was angesichts der Marktgröße auf eine hohe IPv6-Durchdringung oder interne Allokationen hindeutet.

BEAD-Breitbandprogramm

Das BEAD-Programm der US-Regierung mit einem Volumen von rund $42 Mrd. für den Breitbandausbau dürfte mittelfristig spürbaren Druck auf die Verfügbarkeit von /20- bis /18-Blöcken ausüben. Ländliche Internet-Provider, die über BEAD Fördermittel erhalten, benötigen IPv4-Adressen für die Versorgung neuer Anschlüsse. Der Effekt ist noch nicht in den Preisdaten sichtbar, wird aber ab Ende 2026 / Anfang 2027 erwartet.

Hyperscaler-IPv4-Bestände

Amazon, Microsoft und Google halten zusammen geschätzt über 200 Millionen IPv4-Adressen. Jede strategische Entscheidung dieser Akteure — sei es eine Rückgabe, ein interner Transfer oder ein Zukauf — kann den Markt bewegen. Die AWS-Gebühreneinführung 2024 hat gezeigt, wie eine einzelne Policy-Änderung eines Hyperscalers die Angebotssituation im gesamten Markt verändert.

Makroökonomische Bedingungen und Marktauswirkungen

Das Zinsumfeld hat sich 2026 leicht entspannt, was IT-Investitionen grundsätzlich begünstigt. Gleichzeitig drücken Kostensenkungsprogramme bei großen Technologieunternehmen auf die IPv4-Nachfrage — wer Adressen optimiert, kauft weniger nach. Die Kombination aus moderater Nachfrage und steigendem Angebot erklärt den Abwärtstrend besser als jeder einzelne Faktor.

Modellaktualisierung & Kalibrierung

Wir haben unsere früheren Prognosen mit den tatsächlichen Marktergebnissen abgeglichen und das Modell für diesen Bericht neu kalibriert. Das aktualisierte Modell gewichtet jüngere Preisbewegungen stärker, passt die Prognoseintervalle dynamisch an die aktuellen Marktbedingungen an und korrigiert systematische Verzerrungen aus früheren Prognosen. Die nachfolgende Grafik und Tabelle zeigen den Vergleich zwischen unseren Prognosen und den tatsächlichen Ergebnissen.

Modellaktualisierung & Kalibrierung
BerichtsperiodeZielmonatPrognoseTatsächlichAbweichung
2026-012026-02$19$21-6%
2026-Q12026-04$19$20-4%
2026-022026-03$20$19+6%
2026-032026-04$18$20-7%
2026-042026-05$19$20-4%
2026-052026-06$19$21-9%

Methodik

Die Zahlen basieren auf abgeschlossenen IPv4Center-Markttransaktionen und RIR-Transferstatistiken. Preise sind in US-Dollar pro IP-Adresse. Die Prognosen stammen von einem KI-Modell, das jede Blockgrößenklasse und jedes RIR-Segment separat (mit ausreißerbereinigten Medianen) sowie bekannte Marktfaktoren auswertet; sie sind Schätzungen, keine Garantien.

Datenquellen

  • Hilco Streambank — Abgeschlossene Auktionstransaktionen
  • RIPE NCC — Inter-RIR- und Intra-RIR-Transferstatistiken
  • ARIN — Nordamerikanische Transferberichte und Wartelistendaten
  • APNIC — Asien-Pazifik-Transferaufzeichnungen
  • LACNIC — Lateinamerika- und Karibik-Transferdaten
  • IPv4Center.com — Eigene Marktplatz-Transaktions- und Leasingpreisdaten

Dieser Bericht wird automatisch und ausschließlich zu Informationszwecken erstellt und stellt keine Finanzberatung dar.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der durchschnittliche IPv4-Preis im Juli 2026?

Der Durchschnittspreis liegt bei $20,62 pro IP-Adresse. Der Median beträgt $19,38, was auf eine leichte Verzerrung durch hochpreisige Einzeltransaktionen hindeutet.

Wie hat sich der IPv4-Preis im Vergleich zum Vorjahr entwickelt?

Der Preis ist gegenüber Juli 2025 um 25,7 % gefallen. Das ist der stärkste Jahresrückgang seit Beginn unserer systematischen Erfassung.

Was kostet ein /24-Block im Juli 2026?

Ein /24-Block (256 Adressen) kostet zum Durchschnittspreis rund $5.279. Die tatsächlichen Preise schwanken je nach Reputation und RIR zwischen $2.560 und $8.960.

Warum sind APNIC-Adressen teurer als RIPE- oder ARIN-Adressen?

APNIC-Adressen handelten im Juli bei $25 pro IP gegenüber $19,71 (RIPE) und $21,46 (ARIN). Die Knappheit im asiatisch-pazifischen Raum und eingeschränkte Transfermöglichkeiten treiben den Aufschlag.

Wie viele IPv4-Transaktionen gab es im Juli 2026?

Es wurden 96 bepreiste Transaktionen über insgesamt 380.160 IP-Adressen registriert. Zusätzlich gab es 294 offizielle RIR-Transfers, die auch konzerninterne Übertragungen umfassen.

Was ist der Unterschied zwischen RIPE- und ARIN-Preisen?

RIPE-Blöcke handelten im Schnitt bei $19,71 pro IP, ARIN-Blöcke bei $21,46. Der Medianpreis zeigt den Unterschied deutlicher: $18 bei RIPE gegenüber $23 bei ARIN.

Lohnt sich der Kauf von IPv4-Adressen oder ist Leasing günstiger?

Bei einem Kaufpreis von $20,62 und monatlichen Leasingkosten von $31,25 pro IP amortisiert sich der Kauf nach rund drei Wochen. Für jede Nutzungsdauer über einem Monat ist der Kauf wirtschaftlich klar vorzuziehen.

Wie lange dauert ein IPv4-Transfer?

Ein ARIN-Transfer dauert typischerweise 2–4 Wochen, ein RIPE-Transfer 1–3 Wochen. Voraussetzung ist die Erfüllung aller RIR-Anforderungen und, bei RIPE, die Einhaltung der 24-monatigen Haltefrist.

Welche Blockgröße wird am häufigsten gehandelt?

Der /24-Block (256 IPs) war mit 31 von 96 Transaktionen die meistgehandelte Blockgröße im Juli 2026. Er ist die kleinste eigenständig routbare Einheit im Internet.

Was ist die RIPE-Haltefrist und wie wirkt sie sich auf den Markt aus?

RIPE verlangt, dass Adressen mindestens 24 Monate beim aktuellen Halter registriert sind, bevor sie transferiert werden können. Diese Regel verknappt das kurzfristige Angebot und stützt die Preise im europäischen Markt.

Wie wird sich der IPv4-Preis bis Jahresende 2026 entwickeln?

Unser Prognosemodell erwartet $19,56 pro IP im August und $19,02 zum Jahresende Dezember 2026. Das entspricht einem weiteren Rückgang von rund 8 % gegenüber dem aktuellen Niveau.

Welche Länder handeln am meisten IPv4-Adressen?

Die USA führen mit 36 Transaktionen, gefolgt von Großbritannien (21) und Kanada (9). Zusammen entfallen auf diese drei Länder rund 69 % aller Transaktionen.

Was beeinflusst den Wert eines IPv4-Blocks?

Entscheidend sind Reputation (keine Sperrlisten-Einträge), Allokationsalter, RIR-Zugehörigkeit und sofortige Transferierbarkeit. Die Preisspanne im Juli reichte von $10 bis $35 pro IP — ein Faktor 3,5.

Welche Fehler sollten beim IPv4-Kauf vermieden werden?

Die drei häufigsten Fehler: Kauf ohne vorherige Prüfung der Sperrlisten-Einträge, Verzicht auf Treuhandservice und fehlende Verifizierung der Transferberechtigung beim zuständigen RIR. Jeder dieser Fehler kann zu vollständigem Wertverlust führen.

Welche Risiken birgt der Verzicht auf eine Sperrlisten-Prüfung?

Auf Sperrlisten geführte Adressen können von E-Mail-Anbietern und Netzwerken blockiert werden. Die Bereinigung dauert Wochen bis Monate und ist nicht immer vollständig möglich. Im schlimmsten Fall sind die Adressen für den vorgesehenen Zweck unbrauchbar.

Warum sollte man bei einem IPv4-Kauf nicht auf Treuhandservice verzichten?

Ohne Treuhand besteht das Risiko, dass der Käufer zahlt, die Adressen aber nie transferiert werden — oder umgekehrt. Bei einem /24-Block im Wert von über $5.000 und größeren Transaktionen bis in den Millionenbereich ist die Treuhandgebühr vernachlässigbar gegenüber dem Verlustrisiko.

Was passiert, wenn IPv6 sich vollständig durchsetzt?

Eine vollständige IPv6-Migration wird nach Einschätzung der meisten Netzwerkexperten noch 10–15 Jahre dauern. Der IPv4-Markt preist diese Koexistenz ein. Ein plötzlicher Wertverfall ist unwahrscheinlich, ein gradueller Rückgang hingegen im aktuellen Preistrend bereits sichtbar.

Wie wirkt sich das US-BEAD-Programm auf den IPv4-Markt aus?

Das BEAD-Programm ($42 Mrd. für Breitbandausbau) wird voraussichtlich ab Ende 2026 zusätzliche Nachfrage nach mittleren Blockgrößen (/20 bis /18) erzeugen, wenn ländliche Provider neue Anschlüsse bereitstellen.

Können Privatpersonen IPv4-Adressen kaufen?

Grundsätzlich ja, aber die meisten RIRs verlangen eine Mitgliedschaft oder einen Sponsor. Für Privatpersonen ohne operative Netzwerkinfrastruktur ist der Kauf als reine Kapitalanlage mit erheblichen Verwaltungskosten und Marktzugangsbarrieren verbunden.

Wie hoch ist die monatliche Leasingrate für IPv4-Adressen?

Im Juli 2026 liegt die monatliche Leasingrate bei $31,25 pro IP bzw. $8.000 für einen /24-Block. Diese Raten basieren auf 170 Datenpunkten, hauptsächlich aus dem RIPE-Raum.

Was ist die durchschnittliche Transaktionsgröße im Juli 2026?

Die durchschnittliche Transaktionsgröße beträgt $55.929 — ein Rückgang von 24 % gegenüber Juni 2026 ($74.033). 77 % aller Transaktionen lagen unter $50.000.

Warum fallen die IPv4-Preise seit 2024?

Haupttreiber sind die AWS-Gebühr für öffentliche IPv4-Adressen (seit Februar 2024), die Optimierung von Adressbeständen bei Großunternehmen und ein steigendes Angebot durch Legacy-Halter, die ihre Bestände monetarisieren.

Wie viele IPv4-Transfers hat es in den letzten 43 Monaten gegeben?

Insgesamt wurden 34.410 Transfers registriert. RIPE dominiert mit 59,7 % der Transfers, ARIN liegt bei 40,3 %. Der bisherige Monatshöchstwert wurde im Dezember 2024 erreicht.

Was ist der günstigste und der teuerste IPv4-Preis im Juli 2026?

Der günstigste Preis lag bei $10 pro IP (ARIN), der teuerste bei $35 pro IP (RIPE). Die Spanne spiegelt Unterschiede in Blockgröße, Reputation und RIR-Zugehörigkeit wider.

Sollte ich als Halter meine IPv4-Adressen jetzt verkaufen oder verleasen?

Bei einer monatlichen Leasingrate von $31,25 und einem Kaufpreis von $20,62 erzielt Leasing kurzfristig deutlich höhere Erträge. Wer aber an weiter fallende Preise glaubt, sollte zumindest einen Teil seines Bestands zeitnah verkaufen.

Wie wirkt sich KI-Infrastruktur auf die IPv4-Nachfrage aus?

Neue GPU-Cluster und Inferenz-Plattformen benötigen öffentliche IPv4-Adressen für Management, APIs und Monitoring. Der Nachfrageimpuls ist real, kann den allgemeinen Preisrückgang bislang aber nicht kompensieren.

Was kostet ein /16-Block im Juli 2026?

Bei 65.536 Adressen und einem Durchschnittspreis von $20,62 beträgt der rechnerische Wert eines /16-Blocks rund $1,35 Mio. Größere Blöcke handeln typischerweise mit 15–25 % Abschlag auf den Stückpreis.

Welche Risiken bestehen beim IPv4-Kauf ohne Makler?

Ohne erfahrenen Makler riskieren Käufer überhöhte Preise, unentdeckte Sperrlisten-Einträge und Verzögerungen im RIR-Transferprozess. Bei Transaktionen über $50.000 übersteigt das Einsparpotenzial durch professionelle Begleitung die Maklergebühr regelmäßig.

Wie hoch ist die Rendite von IPv4-Adressen als Kapitalanlage?

Die rechnerische Jahresrendite aus Leasingeinnahmen liegt bei über 1.800 %. Dieser Extremwert spiegelt die aktuelle Diskrepanz zwischen Kauf- und Mietmarkt wider. Realistisch sind bei 50 % Auslastung und sinkenden Raten immer noch Renditen weit über jeder klassischen Anlageklasse.

Gibt es bei LACNIC und AFRINIC einen IPv4-Markt?

Im Juli 2026 wurden keine Transaktionen bei LACNIC oder AFRINIC registriert. Beide Regionen haben eingeschränkte Transfermechanismen, was den sekundären Markt stark begrenzt.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist der durchschnittliche IPv4-Preis im Juli 2026?

Der Durchschnittspreis liegt bei $20,62 pro IP-Adresse. Der Median beträgt $19,38, was auf eine leichte Verzerrung durch hochpreisige Einzeltransaktionen hindeutet.

Wie hat sich der IPv4-Preis im Vergleich zum Vorjahr entwickelt?

Der Preis ist gegenüber Juli 2025 um 25,7 % gefallen. Das ist der stärkste Jahresrückgang seit Beginn unserer systematischen Erfassung.

Was kostet ein /24-Block im Juli 2026?

Ein /24-Block (256 Adressen) kostet zum Durchschnittspreis rund $5.279. Die tatsächlichen Preise schwanken je nach Reputation und RIR zwischen $2.560 und $8.960.

Warum sind APNIC-Adressen teurer als RIPE- oder ARIN-Adressen?

APNIC-Adressen handelten im Juli bei $25 pro IP gegenüber $19,71 (RIPE) und $21,46 (ARIN). Die Knappheit im asiatisch-pazifischen Raum und eingeschränkte Transfermöglichkeiten treiben den Aufschlag.

Wie viele IPv4-Transaktionen gab es im Juli 2026?

Es wurden 96 bepreiste Transaktionen über insgesamt 380.160 IP-Adressen registriert. Zusätzlich gab es 294 offizielle RIR-Transfers, die auch konzerninterne Übertragungen umfassen.

Was ist der Unterschied zwischen RIPE- und ARIN-Preisen?

RIPE-Blöcke handelten im Schnitt bei $19,71 pro IP, ARIN-Blöcke bei $21,46. Der Medianpreis zeigt den Unterschied deutlicher: $18 bei RIPE gegenüber $23 bei ARIN.

Lohnt sich der Kauf von IPv4-Adressen oder ist Leasing günstiger?

Bei einem Kaufpreis von $20,62 und monatlichen Leasingkosten von $31,25 pro IP amortisiert sich der Kauf nach rund drei Wochen. Für jede Nutzungsdauer über einem Monat ist der Kauf wirtschaftlich klar vorzuziehen.

Wie lange dauert ein IPv4-Transfer?

Ein ARIN-Transfer dauert typischerweise 2–4 Wochen, ein RIPE-Transfer 1–3 Wochen. Voraussetzung ist die Erfüllung aller RIR-Anforderungen und, bei RIPE, die Einhaltung der 24-monatigen Haltefrist.

Welche Blockgröße wird am häufigsten gehandelt?

Der /24-Block (256 IPs) war mit 31 von 96 Transaktionen die meistgehandelte Blockgröße im Juli 2026. Er ist die kleinste eigenständig routbare Einheit im Internet.

Was ist die RIPE-Haltefrist und wie wirkt sie sich auf den Markt aus?

RIPE verlangt, dass Adressen mindestens 24 Monate beim aktuellen Halter registriert sind, bevor sie transferiert werden können. Diese Regel verknappt das kurzfristige Angebot und stützt die Preise im europäischen Markt.

Wie wird sich der IPv4-Preis bis Jahresende 2026 entwickeln?

Unser Prognosemodell erwartet $19,56 pro IP im August und $19,02 zum Jahresende Dezember 2026. Das entspricht einem weiteren Rückgang von rund 8 % gegenüber dem aktuellen Niveau.

Welche Länder handeln am meisten IPv4-Adressen?

Die USA führen mit 36 Transaktionen, gefolgt von Großbritannien (21) und Kanada (9). Zusammen entfallen auf diese drei Länder rund 69 % aller Transaktionen.

Was beeinflusst den Wert eines IPv4-Blocks?

Entscheidend sind Reputation (keine Sperrlisten-Einträge), Allokationsalter, RIR-Zugehörigkeit und sofortige Transferierbarkeit. Die Preisspanne im Juli reichte von $10 bis $35 pro IP — ein Faktor 3,5.

Welche Fehler sollten beim IPv4-Kauf vermieden werden?

Die drei häufigsten Fehler: Kauf ohne vorherige Prüfung der Sperrlisten-Einträge, Verzicht auf Treuhandservice und fehlende Verifizierung der Transferberechtigung beim zuständigen RIR. Jeder dieser Fehler kann zu vollständigem Wertverlust führen.

Welche Risiken birgt der Verzicht auf eine Sperrlisten-Prüfung?

Auf Sperrlisten geführte Adressen können von E-Mail-Anbietern und Netzwerken blockiert werden. Die Bereinigung dauert Wochen bis Monate und ist nicht immer vollständig möglich. Im schlimmsten Fall sind die Adressen für den vorgesehenen Zweck unbrauchbar.

Warum sollte man bei einem IPv4-Kauf nicht auf Treuhandservice verzichten?

Ohne Treuhand besteht das Risiko, dass der Käufer zahlt, die Adressen aber nie transferiert werden — oder umgekehrt. Bei einem /24-Block im Wert von über $5.000 und größeren Transaktionen bis in den Millionenbereich ist die Treuhandgebühr vernachlässigbar gegenüber dem Verlustrisiko.

Was passiert, wenn IPv6 sich vollständig durchsetzt?

Eine vollständige IPv6-Migration wird nach Einschätzung der meisten Netzwerkexperten noch 10–15 Jahre dauern. Der IPv4-Markt preist diese Koexistenz ein. Ein plötzlicher Wertverfall ist unwahrscheinlich, ein gradueller Rückgang hingegen im aktuellen Preistrend bereits sichtbar.

Wie wirkt sich das US-BEAD-Programm auf den IPv4-Markt aus?

Das BEAD-Programm ($42 Mrd. für Breitbandausbau) wird voraussichtlich ab Ende 2026 zusätzliche Nachfrage nach mittleren Blockgrößen (/20 bis /18) erzeugen, wenn ländliche Provider neue Anschlüsse bereitstellen.

Können Privatpersonen IPv4-Adressen kaufen?

Grundsätzlich ja, aber die meisten RIRs verlangen eine Mitgliedschaft oder einen Sponsor. Für Privatpersonen ohne operative Netzwerkinfrastruktur ist der Kauf als reine Kapitalanlage mit erheblichen Verwaltungskosten und Marktzugangsbarrieren verbunden.

Wie hoch ist die monatliche Leasingrate für IPv4-Adressen?

Im Juli 2026 liegt die monatliche Leasingrate bei $31,25 pro IP bzw. $8.000 für einen /24-Block. Diese Raten basieren auf 170 Datenpunkten, hauptsächlich aus dem RIPE-Raum.

Was ist die durchschnittliche Transaktionsgröße im Juli 2026?

Die durchschnittliche Transaktionsgröße beträgt $55.929 — ein Rückgang von 24 % gegenüber Juni 2026 ($74.033). 77 % aller Transaktionen lagen unter $50.000.

Warum fallen die IPv4-Preise seit 2024?

Haupttreiber sind die AWS-Gebühr für öffentliche IPv4-Adressen (seit Februar 2024), die Optimierung von Adressbeständen bei Großunternehmen und ein steigendes Angebot durch Legacy-Halter, die ihre Bestände monetarisieren.

Wie viele IPv4-Transfers hat es in den letzten 43 Monaten gegeben?

Insgesamt wurden 34.410 Transfers registriert. RIPE dominiert mit 59,7 % der Transfers, ARIN liegt bei 40,3 %. Der bisherige Monatshöchstwert wurde im Dezember 2024 erreicht.

Was ist der günstigste und der teuerste IPv4-Preis im Juli 2026?

Der günstigste Preis lag bei $10 pro IP (ARIN), der teuerste bei $35 pro IP (RIPE). Die Spanne spiegelt Unterschiede in Blockgröße, Reputation und RIR-Zugehörigkeit wider.

Sollte ich als Halter meine IPv4-Adressen jetzt verkaufen oder verleasen?

Bei einer monatlichen Leasingrate von $31,25 und einem Kaufpreis von $20,62 erzielt Leasing kurzfristig deutlich höhere Erträge. Wer aber an weiter fallende Preise glaubt, sollte zumindest einen Teil seines Bestands zeitnah verkaufen.

Wie wirkt sich KI-Infrastruktur auf die IPv4-Nachfrage aus?

Neue GPU-Cluster und Inferenz-Plattformen benötigen öffentliche IPv4-Adressen für Management, APIs und Monitoring. Der Nachfrageimpuls ist real, kann den allgemeinen Preisrückgang bislang aber nicht kompensieren.

Was kostet ein /16-Block im Juli 2026?

Bei 65.536 Adressen und einem Durchschnittspreis von $20,62 beträgt der rechnerische Wert eines /16-Blocks rund $1,35 Mio. Größere Blöcke handeln typischerweise mit 15–25 % Abschlag auf den Stückpreis.

Welche Risiken bestehen beim IPv4-Kauf ohne Makler?

Ohne erfahrenen Makler riskieren Käufer überhöhte Preise, unentdeckte Sperrlisten-Einträge und Verzögerungen im RIR-Transferprozess. Bei Transaktionen über $50.000 übersteigt das Einsparpotenzial durch professionelle Begleitung die Maklergebühr regelmäßig.

Wie hoch ist die Rendite von IPv4-Adressen als Kapitalanlage?

Die rechnerische Jahresrendite aus Leasingeinnahmen liegt bei über 1.800 %. Dieser Extremwert spiegelt die aktuelle Diskrepanz zwischen Kauf- und Mietmarkt wider. Realistisch sind bei 50 % Auslastung und sinkenden Raten immer noch Renditen weit über jeder klassischen Anlageklasse.

Gibt es bei LACNIC und AFRINIC einen IPv4-Markt?

Im Juli 2026 wurden keine Transaktionen bei LACNIC oder AFRINIC registriert. Beide Regionen haben eingeschränkte Transfermechanismen, was den sekundären Markt stark begrenzt.

Geschrieben von

Mustafa Enes Akdeniz

Mustafa Enes Akdeniz

CEO & Founder

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