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Dieser Bericht analysiert den IPv4-Transfermarkt für Zweites Halbjahr 2023 auf Basis abgeschlossener IPv4Center-Markttransaktionen und offizieller RIR-Transferdaten.
Zusammenfassung
Im zweiten Halbjahr 2023 wurden 882.176 IPv4-Adressen in 323 Transaktionen gehandelt — ein Gesamtvolumen von $33,58 Mio. Der Durchschnittspreis lag bei $35,37 pro Adresse, der Median bei $35,00. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2023 fiel der Durchschnittspreis um 13,9%, während die Transaktionszahl um 46,8% anstieg. Diese gegenläufige Bewegung — mehr Abschlüsse bei sinkenden Preisen — deutet auf eine Angebotsausweitung hin, die der Markt erst verdauen muss. Der Abwärtstrend von −2,85% über das Halbjahr bestätigt die Tendenz.Marktüberblick
| Transaktionen | 323 |
| Gehandelte IP-Adressen | 882.176 |
| Geschätzter Marktwert | $33.578.734 |
| Durchschnittspreis / IP | $35,37 |
| Medianpreis / IP | $35,00 |
| RIR-Transfers | 4.907 |
Preisdynamik
Die Preisspanne reichte von $28 bis $50 pro Adresse, wobei die Untergrenze gegenüber früheren Perioden deutlich nachgegeben hat. Der Median von $35,00 liegt nur $0,37 unter dem Durchschnitt — die Verteilung ist eng, Ausreißer nach oben sind selten. Der Rückgang um 13,9% gegenüber H1 2023 ist der stärkste Halbjahresrückgang seit Beginn der Marktkorrektur Anfang 2023. Die Regressionsanalyse zeigt einen fortgesetzten Abwärtstrend mit einer Veränderungsrate von −2,85% über den Berichtszeitraum. Kleinere Blöcke halten sich preislich besser, aber auch /16-Transaktionen bewegen sich inzwischen unter $36 pro Adresse — die Prämie für Volumen schrumpft.
Preise nach RIR
ARIN dominierte den Markt mit 55,7% des Handelsvolumens und einem Durchschnittspreis von $35,87 pro Adresse. RIPE-Blöcke waren mit $34,93 etwas günstiger, was teilweise an der 24-Monats-Haltefrist liegt, die das Angebot dämpft und Käufer vorsichtiger macht. APNIC-Adressen fielen mit $33,93 am günstigsten aus — hier spielt die geringere Liquidität in der Region eine Rolle. LACNIC erzielte mit $36,60 den höchsten Durchschnittspreis, allerdings bei nur 5 Transaktionen und 14.080 Adressen — statistisch wenig belastbar, aber typisch für knappe Regionen mit wenigen Verkäufern.ARIN: $35,87/IP über 180 Transaktionen (57,9% des Volumens).
RIPE: $34,93/IP über 101 Transaktionen (33,0% des Volumens).
APNIC: $33,93/IP über 37 Transaktionen (7,5% des Volumens).
LACNIC: $36,60/IP über 5 Transaktionen (1,6% des Volumens).
AFRINIC: Keine Transaktionen im Berichtszeitraum.
| RIR | Transaktionen | Ø $/IP | Median $/IP | Gehandelte IPs | RIR-Transfers | Nächster Monat (Prog.) | Jahresende (Prog.) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| RIPE | 101 | $34,93 | $35,00 | 291.328 | 3.235 | $31,50 | $30,00 |
| ARIN | 180 | $35,87 | $35,75 | 510.720 | 1.672 | $34,50 | $34,00 |
| APNIC | 37 | $33,93 | $33,00 | 66.048 | 0 | $32,50 | $32,00 |
| LACNIC | 5 | $36,60 | $38,00 | 14.080 | 0 | $34,00 | $33,00 |
Transaktionsvolumen


Angebot & Blockgrößen
Der /24-Block war mit 130 Transaktionen die meistgehandelte Größe — das entspricht 40,2% aller Abschlüsse. Kleine Blöcke bleiben der Einstiegspunkt für Mittelständler, Hosting-Anbieter und regionale ISPs, die weder das Budget noch den Bedarf für größere Allokationen haben. Die durchschnittliche Transaktionsgröße fiel auf 103.959 Adressen, ein Rückgang von 37,1% gegenüber H1 2023 (165.410 Adressen) — der Markt fragmentiert sich.
Geografische Aktivität
Für H2 2023 liegen keine länderspezifischen Aufschlüsselungen vor. Die RIR-Verteilung lässt jedoch Rückschlüsse zu: ARIN-Transaktionen deuten auf Nordamerika, RIPE auf Europa und den Nahen Osten. Der hohe RIPE-Anteil an den offiziellen Transfers (64%) zeigt, dass Europa als Handelsplatz weiterhin aktiv ist, auch wenn die Preise dort etwas unter dem ARIN-Niveau liegen.Registry-Transferaktivität
Im Berichtszeitraum wurden 4.907 offizielle RIR-Transfers registriert. RIPE führte mit 3.235 Transfers (65,9%), gefolgt von ARIN mit 1.672 (34,1%). APNIC, LACNIC und AFRINIC meldeten keine Transfers — was entweder an fehlenden Meldepflichten oder an der geringen Marktaktivität liegt.Langfristige Transfertrends
Über die letzten zwölf Monate wurden insgesamt 9.189 Transfers verzeichnet. Der Spitzenmonat war Oktober 2023 — ein Zeitpunkt, der mit dem Ende des dritten Quartals zusammenfällt und typischerweise von Budget-Zyklen bei Netzbetreibern getrieben wird. Die RIPE-Dominanz von 64% gegenüber 36% bei ARIN über den Zwölfmonatszeitraum unterstreicht, dass Europa beim formalen Transfervolumen vor Nordamerika liegt, auch wenn die Handelsbeträge in der ARIN-Region höher ausfallen.| RIR | RIR-Transfers |
|---|---|
| RIPE | 5.879 |
| ARIN | 3.310 |
| RIR-Transfers | 9.189 |

Ausblick & Prognose
Jede Blockgrößenklasse und jeden RIR separat mit unserem KI-Modell prognostizierend:
Der durchschnittliche Preis pro IP wird bis Dezember 2023 voraussichtlich $33,03 erreichen, mit einer Schätzung von $33,53 pro IP für den nächsten Monat.
- RIPE: voraussichtlich $31,50 pro IP im nächsten Monat, mit Tendenz zu $30,00 bis Dezember 2023.
- ARIN: voraussichtlich $34,50 pro IP im nächsten Monat, mit Tendenz zu $34,00 bis Dezember 2023.
- APNIC: voraussichtlich $32,50 pro IP im nächsten Monat, mit Tendenz zu $32,00 bis Dezember 2023.
- LACNIC: voraussichtlich $34,00 pro IP im nächsten Monat, mit Tendenz zu $33,00 bis Dezember 2023.
- AFRINIC: unzureichende Daten für eine verlässliche Prognose.

Prognose nach Blockgröße
| Block | Aktuell $/IP | Nächster Monat | Jahresende | Konfidenz |
|---|---|---|---|---|
| /24 | $34,00 | $34,00 (0,0%) | $33,00 (-2,9%) | mittel |
| /23 | $32,50 | $32,00 (-1,5%) | $31,00 (-4,6%) | mittel |
| /22 | $33,00 | $33,00 (0,0%) | $33,00 (0,0%) | mittel |
| /21 | $33,25 | $33,00 (-0,8%) | $32,00 (-3,8%) | niedrig |
| /20 | $32,50 | $33,00 (+1,5%) | $34,00 (+4,6%) | mittel |
| /19 | $34,50 | $34,00 (-1,4%) | $34,00 (-1,4%) | niedrig |
| /18-/16 | $37,50 | $37,50 (0,0%) | $39,00 (+4,0%) | niedrig |
| /15-up | $51,50 | $51,00 (-1,0%) | $53,00 (+2,9%) | niedrig |
Redaktion: Kaufen oder Mieten?
Bei einem Kaufpreis von $35,37/IP und einer Leasingrate von $0,59/IP pro Monat liegt die Amortisationsschwelle bei 60,4 Monaten — also rund fünf Jahren. Die jährliche Leasingrendite beträgt 19,9%. Wer Adressen mindestens fünf Jahre benötigt, fährt mit dem Kauf besser. Bei kürzeren Nutzungszeiträumen oder unsicherer Planung bleibt Leasing die flexiblere Option, allerdings zu einem Preis, der über fünf Jahre das 1,7-fache des Kaufpreises erreicht. Der aktuelle Preisrückgang macht den Kaufzeitpunkt attraktiver als noch vor sechs Monaten. Unsere Empfehlung: Kaufen, wenn die Haltedauer absehbar über 60 Monate liegt.| /24 Kaufpreis | $9.055 |
| /24 Mietpreis | $150 / Mon. |
| Amortisationsdauer | 60,4 Mon. (5,0 J.) |
| Brutto-Jahresrendite | 19,9% |

Was das für Sie bedeutet
Käufer: Die Preise sind gegenüber H1 2023 um knapp 14% gefallen. Wer in den letzten Quartalen abgewartet hat, findet jetzt günstigere Einstiegspunkte — besonders im APNIC-Bereich unter $34/IP. Allerdings ist die Prognose für weiteres Nachgeben intakt: Wer nicht unter Zeitdruck steht, kann auf $33 warten.Verkäufer: Der Verkäuferwettbewerb nimmt zu — das zeigen die 46,8% mehr Transaktionen bei fallenden Preisen. Wer größere Blöcke hält, sollte den Verkauf nicht auf die lange Bank schieben. Die durchschnittliche Transaktionsgröße schrumpft, was darauf hindeutet, dass große Käufer vorsichtiger werden.
Leasingnehmer: Die Monatsrate von $0,59/IP ist stabil. Angesichts fallender Kaufpreise verschiebt sich die Amortisationsschwelle zu Gunsten des Kaufs — Leasing lohnt sich primär für Nutzungszeiträume unter fünf Jahren oder wenn Kapital knapp ist.
Bestandshalter: Mit 19,9% Brutto-Leasingrendite bleibt die Vermietung lukrativ. Solange der Kaufpreis nicht unter $28 fällt, übersteigt die Leasingrendite die meisten alternativen Anlageformen deutlich.
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Ungenutzte Blöcke in Einnahmen verwandeln
IPv4-Preise nach Blockgröße
Ein /24-Block kostet bei $35,37/IP etwa $9.055. Kleinere Blöcke weisen typischerweise einen Aufschlag von 10–20% pro Adresse auf, während /16-Blöcke (65.536 Adressen) mit rund $2,3 Mio. zwar absolut teuer sind, aber den niedrigsten Stückpreis bieten. Die Prämie für kleine Blöcke bleibt bestehen, weil die Nachfrage fragmentiert ist — die Mehrheit der Käufer braucht wenige hundert bis tausend Adressen, nicht Zehntausende.| Block | IPs | Kauf: /IP | Kauf: Gesamt | Leasing: /IP/Mo. | Leasing: Monatlich |
|---|---|---|---|---|---|
| /24 | 256 | $35–45 | $8,960–11,520 | $0.38–0.50 | $97–128 |
| /22 | 1,024 | $28–38 | $28,672–38,912 | $0.33–0.45 | $338–461 |
| /20 | 4,096 | $22–32 | $90,112–131,072 | $0.30–0.40 | $1,229–1,638 |
| /18 | 16,384 | $20–30 | $327,680–491,520 | $0.30–0.38 | $4,915–6,226 |
| /16 | 65,536 | $18–28 | $1,179,648–1,835,008 | $0.30–0.35 | $19,661–22,938 |
IPv4-Preisgeschichte: 2011–2026
Nach der IANA-Erschöpfung 2011 begann der Handel mit IPv4-Adressen bei einstelligen Dollarbeträgen. Bis 2021 kletterten die Preise auf über $50/IP — getrieben von Cloud-Wachstum und schwindenden Beständen. Amazons Ankündigung, ab Februar 2024 öffentliche IPv4-Adressen mit $0,005/Stunde zu bepreisen, hat den Markt 2023 spürbar verändert: Unternehmen optimierten ihre Bestände, was zu mehr Angebot und Preisdruck führte. Die aktuelle Konsolidierung um $35/IP markiert eine neue Normalisierungsphase nach dem Boom der Jahre 2020–2022.| Jahr | ~Preis/IP | Ereignis |
|---|---|---|
| 2011 | $7–12 | IANA-Freibestand erschöpft; Microsoft/Nortel-Deal ($11,25/IP) |
| 2012 | $8–12 | RIPE NCC erreicht letzten /8-Block; nur noch /22-Zuteilungen |
| 2014 | $10–15 | LACNIC-Freibestand erschöpft |
| 2015 | $8–15 | ARIN-Freibestand erschöpft |
| 2017–18 | $12–18 | Leasingmarkt wächst; Cloud-Nachfrage steigt |
| 2019 | $18–24 | RIPE NCC erschöpft verbliebenen Freibestand |
| 2021–22 | $50–60+ | Post-Pandemie-Höchststand; Hyperscaler-Ausbau |
| 2024 | $35–52 | AWS-IPv4-Gebühr ($0,005/IP/Std.); Großblock-Korrektur |
| 2025–26 | $18–45 | Marktspaltung; /16-Blöcke erstmals seit 2019 unter $20 |
Marktstruktur: Wer kauft und wer verkauft
Auf der Käuferseite dominieren weiterhin Cloud-Anbieter, ISPs und Rechenzentren, die für den Betrieb zwingend routbare Adressen benötigen. Verkäufer sind überwiegend Altinhaber — Unternehmen mit Legacy-Allokationen aus den 1990ern, Firmen in Restrukturierung und gelegentlich Telekommunikationsunternehmen, die Teilbestände abstoßen. Der Anstieg des Transaktionsvolumens um 46,8% deutet darauf hin, dass mehr Altinhaber bereit sind, sich von Beständen zu trennen — möglicherweise beschleunigt durch die Preiskorrektur, die weitere Verluste befürchten lässt.IPv4 im Vergleich zu anderen Anlageklassen
Bei einer jährlichen Leasingrendite von 19,9% übertrifft IPv4 die meisten traditionellen Anlageklassen deutlich — Bundesanleihen lagen Ende 2023 bei unter 3%, Wohnimmobilien in deutschen Großstädten bringen 3–4% Bruttomietrendite. Selbst unter Berücksichtigung von Verwaltungsaufwand und Abwertungsrisiko bleibt die Nettorendite attraktiv. Das Risiko liegt im fortgesetzten Preisrückgang: Fällt der Marktwert um 15% jährlich, schmilzt die Gesamtrendite auf mittlere einstellige Werte.| Anlageklasse | Typische Rendite | Liquidität | Hauptrisiko |
|---|---|---|---|
| IPv4 | 19,9% | Mittel | IPv6-Einführung, Blockqualität |
| Gewerbeimmobilien | 5–8% | Niedrig | Leerstand, Zinszyklus |
| Investment-Grade-Anleihen | 4–5% | Hoch | Duration, Kreditrisiko |
| S&P 500 | ~1,3% | Hoch | Marktvolatilität |
| Money Market / T-Bills | ~4–5% | Hoch | Zinszyklusänderungen |
IPv6 und warum IPv4 unverzichtbar bleibt
IPv6 wird seit über einem Jahrzehnt ausgerollt, aber die duale Nutzung bleibt der Standard. Große Inhaltsnetzwerke wie Google und Facebook erreichen über 40% IPv6-Verkehr, doch im Unternehmens- und Hosting-Bereich liegt die Quote oft unter 20%. Solange Legacy-Anwendungen, VPNs und regulatorische Anforderungen IPv4 voraussetzen, bleibt die Nachfrage strukturell intakt — ein vollständiger Übergang liegt mindestens ein Jahrzehnt entfernt.KI- und Cloud-Infrastrukturnachfrage
Der Aufbau von KI-Infrastruktur — von Trainings-Clustern bis zu Inferenz-Farmen — erfordert öffentliche IP-Adressen für API-Endpunkte, Modellverteilung und Überwachungssysteme. Neue GPU-Rechenzentren entstehen schneller, als IPv6-Only-Architekturen standardisiert werden können. Dieser Nachfrageimpuls ist noch jung, wird aber ab 2024 stärker auf den IPv4-Markt durchschlagen, insbesondere in Nordamerika und Europa.Was den Wert eines IPv4-Blocks bestimmt
Saubere Blöcke ohne Schwarzlistungs-Einträge erzielen Aufschläge von 5–15% gegenüber belasteten Beständen. Alter der Allokation spielt eine Rolle: Blöcke mit langer, dokumentierter Nutzungshistorie sind leichter zu transferieren und genießen bessere Reputation bei Spam-Filtern. ARIN- und RIPE-Blöcke sind am liquidesten — AFRINIC-Blöcke praktisch unhandelbar, was sich in null Transaktionen für H2 2023 niederschlägt.Verkaufen oder Vermieten: Entscheidungsrahmen
Bei fallenden Preisen und einer Leasingrendite von 19,9% ist die Vermietung für Bestandshalter kurzfristig attraktiver als der Verkauf — vorausgesetzt, die Auslastung bleibt hoch. Wer jedoch mit weiteren Preisrückgängen rechnet und keine Leasingnehmer hat, sollte jetzt verkaufen: Jedes Quartal Verzögerung kostet bei einem Rückgang von 3–4% realen Ertrag. Der Markt begünstigt aktuell Halter mit bestehenden Mietverträgen und Verkäufer mit Entschlossenheit.| /24 Kaufpreis | $9.055 |
| /24 Mietpreis | $150 / Mon. |
| Amortisationsdauer | 60,4 Mon. (5,0 J.) |
| Brutto-Jahresrendite | 19,9% |
RIPE NCC 24-Monats-Transferbeschränkung
Die 24-monatige Haltefrist bei RIPE NCC verhindert den schnellen Weiterverkauf und bremst spekulative Käufe. Das reduziert das kurzfristig verfügbare Angebot und stützt die Preise im RIPE-Bereich — allerdings nur moderat, wie der Abstand von $0,94 zwischen RIPE ($34,93) und ARIN ($35,87) zeigt. Für Käufer bedeutet die Regel: Wer im RIPE-Raum kauft, bindet Kapital langfristig und sollte dies in die Kalkulation einbeziehen.Transaktionsgrößenverteilung
245 der 323 Transaktionen (75,9%) lagen unter $50.000 — das Kleinkundensegment dominiert den Markt nach Stückzahl. Die 7 Großtransaktionen über $1 Mio. machten mit $10,43 Mio. aber 31,1% des Gesamtvolumens aus. Die durchschnittliche Transaktionsgröße fiel von 165.410 Adressen in H1 auf 103.959 in H2 — ein Rückgang von 37,1%, der zeigt, dass die großen Käufer vorsichtiger agieren oder ihre Beschaffung in kleinere Tranchen aufteilen.Top-Handelsländer
Länderspezifische Daten liegen für H2 2023 nicht vor. Die RIR-Verteilung zeigt jedoch, dass der Schwerpunkt klar in Nordamerika (ARIN: 55,7%) und Europa (RIPE: 33,0%) liegt. Der asiatisch-pazifische Raum mit 7,5% und Lateinamerika mit 1,6% bleiben Nebenmärkte — AFRINIC ist faktisch inaktiv.BEAD-Breitbandprogramm
Das US-Breitbandprogramm BEAD mit einem Volumen von rund $42 Mrd. wird in den kommenden Jahren erhebliche IPv4-Nachfrage generieren, wenn ländliche ISPs und neue Netzbetreiber Adressblöcke für den Netzaufbau benötigen. Die Nachfrage dürfte sich auf /20 bis /18 Blöcke konzentrieren — genau das Segment, in dem das Angebot knapper wird. In H2 2023 ist der Effekt noch nicht messbar, aber ab Mitte 2024 rechnen wir mit spürbaren Auswirkungen auf die ARIN-Preise.Hyperscaler-IPv4-Bestände
Amazon, Microsoft und Google kontrollieren zusammen geschätzt über 100 Millionen IPv4-Adressen. Amazons Entscheidung, IPv4-Adressen ab 2024 zu bepreisen, hat bereits Auswirkungen: Kunden geben ungenutzte Adressen zurück, was die Cloud-Anbieter theoretisch als Verkäufer in den Markt bringen könnte. Bislang halten die Hyperscaler ihre Bestände, aber jede Änderung dieser Strategie hätte angesichts der Größenordnungen massive Preiseffekte — ein Risikofaktor, den der Markt noch nicht eingepreist hat.Makroökonomische Bedingungen und Marktauswirkungen
Die EZB hielt die Leitzinsen in H2 2023 bei 4,50%, die Fed bei 5,25–5,50%. Hohe Kapitalkosten dämpfen die Bereitschaft, große Adressblöcke vorzufinanzieren — das erklärt teilweise die schrumpfende durchschnittliche Transaktionsgröße. IT-Budgets standen unter Druck, was Käufer zu kleineren, gezielteren Beschaffungen drängte und die Fragmentierung des Marktes verstärkte.Modellaktualisierung & Kalibrierung
Wir haben unsere früheren Prognosen mit den tatsächlichen Marktergebnissen abgeglichen und das Modell für diesen Bericht neu kalibriert. Das aktualisierte Modell gewichtet jüngere Preisbewegungen stärker, passt die Prognoseintervalle dynamisch an die aktuellen Marktbedingungen an und korrigiert systematische Verzerrungen aus früheren Prognosen. Die nachfolgende Grafik und Tabelle zeigen den Vergleich zwischen unseren Prognosen und den tatsächlichen Ergebnissen.

| Berichtsperiode | Zielmonat | Prognose | Tatsächlich | Abweichung |
|---|---|---|---|---|
| 2023-Q1 | 2023-04 | $42 | $39 | +8% |
| 2023-H1 | 2023-07 | $37 | $36 | +2% |
| 2023-Q2 | 2023-07 | $37 | $36 | +1% |
| 2023-Q3 | 2023-10 | $35 | $35 | 0% |
Methodik
Die Zahlen basieren auf abgeschlossenen IPv4Center-Markttransaktionen und RIR-Transferstatistiken. Preise sind in US-Dollar pro IP-Adresse. Die Prognosen stammen von einem KI-Modell, das jede Blockgrößenklasse und jedes RIR-Segment separat (mit ausreißerbereinigten Medianen) sowie bekannte Marktfaktoren auswertet; sie sind Schätzungen, keine Garantien.
Datenquellen
- Hilco Streambank — Abgeschlossene Auktionstransaktionen
- RIPE NCC — Inter-RIR- und Intra-RIR-Transferstatistiken
- ARIN — Nordamerikanische Transferberichte und Wartelistendaten
- APNIC — Asien-Pazifik-Transferaufzeichnungen
- LACNIC — Lateinamerika- und Karibik-Transferdaten
- IPv4Center.com — Eigene Marktplatz-Transaktions- und Leasingpreisdaten
Dieser Bericht wird automatisch und ausschließlich zu Informationszwecken erstellt und stellt keine Finanzberatung dar.
Häufige Fragen
Wie hoch war der durchschnittliche IPv4-Preis in Zweites Halbjahr 2023?
In Zweites Halbjahr 2023 wurden IPv4-Adressen im Schnitt zu $35,37 pro IP gehandelt, der Median lag bei $35,00.
Welches RIR hatte in Zweites Halbjahr 2023 die teuersten IPv4-Adressen?
Die Region LACNIC erzielte in Zweites Halbjahr 2023 den höchsten Durchschnittspreis pro IP.
Wie sieht die IPv4-Preisprognose aus?
Basierend auf der Regressionsanalyse historischer Daten wird der Durchschnittspreis pro IP bis Dezember 2023 bei rund $33,03 erwartet. Das ist eine Projektion, keine Garantie.
Ist es derzeit besser, IPv4 zu kaufen oder zu mieten?
Auf aktuellem Preisniveau amortisiert sich ein Kauf in rund 60,4 Monaten. Unter etwa 90 Monaten ist Kaufen meist die stärkere langfristige Wahl; darüber schont Leasing das Kapital.
